Was uns bewegt - WUB

Das Erasmus-plus-Projekt „Was uns bewegt“ läuft seit dem 01. September 2016 und ist auf insgesamt 18 Monate angelegt.

Das Projekt setzt sich aktiv mit einem aktuellen politischen Problem in praktischer Art und Weise auseinander. Von Schülern für Schüler.

Nachdem die Flüchtlingsproblematik seit mehreren Jahren auch in Deutschland zu einem viel diskutierten Thema geworden ist und dieses Thema unsere Schülerinnen und Schüler sehr bewegt und sie zudem motiviert sind, an der Situation etwas zu verbessern und sich aktiv einzubringen, haben wir uns auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler der 4 Partnerinstitutionen  entschlossen, mit deren Hilfe an dieses Thema heranzugehen. Zielsetzung war es, einen Einblick in die Arbeit europäischer Institutionen zu diesem Thema zu bekommen. Dabei wollten wir vor allem versuchen, das Europäische Parlament in Straßburg  und den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg aufzusuchen, um sich dort vor Ort über die aktuellen Programme der EU zu diesem Thema und die rechtlichen Gegebenheiten genauer zu informieren.

Wichtig für unsere Schülerinnen und Schüler ist es zu sehen, wie andere Länder, bzw. deren Bevölkerung mit dem Thema Flüchtlinge umgehen und wie man versucht, diese Situation zu bewältigen. Sie wollen im Rahmen der Langzeitmobilitäten diesbezüglich genügend Zeit und Handlungsspielraum haben, um auch selbst aktiv werden zu können und eigene Ideen zu entwickeln. Gegenwärtig befinden sich 2 Schüler/Innen in Helsinki, während ein finnischer Schüler 3 Monate lang an der KTO und in Berlin verweilt.

Der Mehrwert dieses Projektes besteht darin, dass sich Schüler im Rahmen von Langzeitaufenthalten mit einem Thema auseinandersetzen, das stark polarisiert. Sie sollen sehen, dass die Probleme von Grund auf in den Partnerländern ähnlich und doch nicht gleich sind und vor allem von der Politik in allen Ländern anders gehandhabt werden. Das Projekt soll das Hintergrundwissen über die Flüchtlings-Problematik erhöhen und die soziale Kompetenz der Schüler/Innen in diesem Bereich stärken. Sie sollen erworbene Kompetenzen bei den Langzeitaufenthalten erfolgreich in Projekte in der Heimat einbringen können. Die Langzeitaufenthalte sollen aber auch die Interkulturalität, sowie die eigene Integrationsfähigkeit fördern und langfristige Kontakte in die Partnerländer ermöglichen. Der eigene 3-monatige Aufenthalt im Partnerland ermöglicht aber auch ein Umdenken bzw. Hineinversetzen in die Lage von Flüchtlingen, da man sich ja ebenfalls in einem fremden Land befindet. Auch die sprachliche Situation ist für die Schüler ähnlich.

Die Erfahrungen mit Langzeitaufenthalten, die die Partner aus Österreich und Finnland bereits seit 2011 haben, sind äußerst positiv und haben in allen Fällen zu einer großartigen Persönlichkeitsentwicklung der beteiligten Schüler beigetragen.

Schüler/Innen, für die ein Langzeitaustausch nicht möglich ist, sollen sich in ihren Heimatländern aktiv in der Flüchtlingshilfe engagieren bzw. Hintergrundinformationen zur politischen, rechtlichen und sozialen Handhabung des Themas sammeln. Als gemeinsames Endprodukt werden alle beteiligten Schüler/Innen ein individuelles Portfolio erarbeiten und dieses am Ende einreichen.

Unsere Auftaktreise nach Straßburg erfolgte vom 12.-17.12.2016. Wir besuchten dort nicht nur das Europäische Parlament, sondern auch den Europarat und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, in dem wir die einmalige Möglichkeit hatten, eine österreichische Richterin zu interviewen. An dieser Reise nahmen Lehrkräfte und Schüler/Innen aus Österreich (Rein), Finnland (Helsinki), Italien (Neapel) und aus Deutschland (Berlin – KTO) teil.

Unser gemeinsames Abschlusstreffen mit allen beteiligten Partnerschulen wird uns nach Luxemburg führen. Der genaue Reisezeitraum steht im Moment noch nicht fest.